Anlässlich der YONEX German Open 2026 wurden die ersten fünf Mitglieder in die “Deutsche Badminton Hall of Fame” aufgenommen. Der Club der deutschen Meister und Freunde des Badmintonsportes hat eine Anregung des Journalisten Bernd-Volker Brahms aufgenommen, der seit vielen Jahren für das Magazin Badminton Sport schreibt und ein Handbuch zum Badminton herausgebracht hat. Die Vorbereitungen für die “Hall of Fame” wurden im vergangenen Jahr abgeschlossen, so dass nun die ersten fünf Mitglieder nominiert wurden, die sich sportlich oder organisatorisch um das deutsche Badminton verdient gemacht haben.
Hans Riegel wurde 1953 erster Deutscher Meister im Herrendoppel und erster Präsident des Deutschen Badminton Verbandes. Er war Chef von Haribo und baute in Bonn die erste reine Badmintonhalle in Deutschland auf (verstorben am 2013).
Irmgard Gerlatzka ist eine der erfolgreichsten deutschen Spielerinnen. Größter Erfolg war der German Open Sieg 1966 im Dameneinzel – genau vor 60 Jahren. Sie nahm die Urkunde persönlich entgegen.
Wolfgang Bochow war Europameister 1972 und achtmaliger Deutscher Meister im Herreneinzel (verstorben 2017).
Monika Cassens ist die erfolgreichste Spielerin der DDR und gewann mehr als 100 internationale Titel (konnte leider nur im Ostblock antreten). Sie konnte leider aus zeitlichen Gründen nicht nach Mülheim anreisen.
Siegfried Maywald war ein legendärer Funktionär aus Bonn und hat den Sport in den 1950ern mit aufgebaut (verstorben 2004).
Die Ehrung, moderiert von Hallensprecher Hartwig Thöne, wurde durchgeführt von Helmut Ufermann, dem Vorsitzenden des Clubs der Deutschen Meister, Initiator Bernd-Volker Brahms sowie Volkmar Burgold (Club der Deutschen Meister). Guido Schänzler, ehemaliger Deutscher Meister, nahm die Ehrung für Wolfgang Bochow entgegen. Lennard Konder vom BC Beuel nahm die Urkunden für Siegfried Maywald und Hans Riegel an. Die Urkunde für Monika Cassens wird von Volkmar Burgold weitergereicht.
Foto: © Sven Heise