Herttrich/Nelte und Beck/Magee stehen im Achtelfinale

Carla Nelte (l.) und Isabel Herttrich. Fotos: Claudia Pauli.
Raphael Beck (l.) und Sam Magee.
Jones Jansen (l.) und Josche Zurwonne.
Mark Lamsfuß (l.) und Marvin Seidel.
Luise Heim.
Hannah Pohl (l.) und Lisa Kaminski.

(07.03.2018) Bei den stark besetzten YONEX German Open Badminton Championships 2018 (6. bis 11. März in Mülheim an der Ruhr) stehen Isabel Herttrich/Carla Nelte (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/TV Refrath) im Achtelfinale des Damendoppelwettbewerbs. In ihrem Auftaktmatch setzten sich die Deutschen Meisterinnen am Mittwoch (7. März) mit 22:20, 21:14 gegen die Niederländerinnen Selena Piek/Cheryl Seinen (Weltranglistenplatz 51) durch.

Neben den Weltranglisten-30. hat aus deutscher Sicht zudem Raphael Beck die Chance, bei den 61. Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland ins Viertelfinale einzuziehen. Einen Tag nach seinem 26. Geburtstag bezwang der frühere Nationalspieler an der Seite des Iren Sam Magee (beide TV Refrath; ohne Weltranglistenplatz) das englische Herrendoppel Peter Briggs/Tom Wolfenden (Weltranglistenplatz 37) mit 21:19, 18:21, 21:17.

Auf dem Papier war das ein ausgeglichenes Match. Wir haben in den vergangenen Wochen sehr gut gespielt und dies heute bestätigt. Wir freuen uns auf die kommenden Aufgaben“, meinte die 27 Jahre alte Carla Nelte. Ihre zwei Jahre jüngere Doppelpartnerin Isabel Herttrich ergänzte: „Sie haben es uns im zweiten Satz relativ leicht gemacht, indem sie viele leichte Fehler gemacht haben.“

In der Runde der besten 16 Damendoppel treffen Isabel Herttrich/Carla Nelte am Donnerstag (8. März; 16.10 Uhr) – im „Match of the Day“ – auf die an Nummer sieben gesetzten Koreanerinnen Chang Ye Na/Kim Hye Rin, die erst seit kurzer Zeit eine Spielpaarung bilden. Entsprechend bedeutet diese Begegnung eine Premiere. 

Wir sind ohne Druck, ohne Erwartungen in das Spiel gegangen und es hat großen Spaß gemacht. Das Spiel war anstrengend, aber ich bin froh, dass wir gewonnen haben“, sagte Raphael Beck. Nächste Gegner der deutsch-irischen Kombination sind am Donnerstag (ebenfalls 16.10 Uhr) die an Position sieben notierten Indonesier Fajar Alfian/Muhammad Rian Ardianto (gleichsam ohne Weltranglistenplatz).

Turnieraus in zwei Sätzen

Luise Heim (1. BC Beuel; Weltranglistenplatz 56), die sich bei dem mit 150.000,- US-Dollar dotierten Turnier der Kategorie „HSBC BWF World Tour Super 300“ über eine erfolgreiche Qualifikation einen Startplatz im Hauptfeld des Dameneinzelwettbewerbs erkämpft hatte, verlor derweil in der ersten Runde mit 16:21, 13:21 gegen die japanische Weltranglisten-21. Saena Kawakami.

Ich kann mir nichts vorwerfen, ich habe alles gegeben“, zog die 21-Jährige ein Fazit in Bezug auf das erste Aufeinandertreffen mit Saena Kawakami in ihrer Karriere. Die Deutsche Meisterin blickte zugleich optimistisch in die Zukunft: „Ich sehe bei mir eine positive Entwicklung. Ich habe das Gefühl, es geht Schritt für Schritt weiter.“ Angesprochen auf ihre mittel- und langfristigen Ziele meinte Luise Heim: „Ich möchte als Sportlerin Badminton populärer machen, damit die Leute sich für den Sport begeistern können.“

Die Deutschen Meister im Herrendoppel, Jones Jansen/Josche Zurwonne (1. BC Wipperfeld/SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 34), unterlagen zu Beginn des Hauptturniers Han Chengkai/Zhou Haodong aus China (Weltranglistenplatz 43) mit 15:21, 17:21.

Es waren oft Kleinigkeiten, bei denen wir Fehler gemacht haben. Im Vergleich zu vor zwei Wochen in der Schweiz haben wir aber eine bessere Leistung gebracht. Wir sind für nächste Woche, für die All England, gut drauf“, sah Jones Jansen sich und seinen Doppelpartner im Aufwärtstrend. Josche Zurwonne fügte hinzu: „Die Situation des Aufschlags ist elementar. Die Chinesen haben es bei der Anwendung der neuen Regel besser gemacht als wir.“ Der Badminton-Weltverband BWF testet derzeit – und noch über mehrere Monate – eine neue Aufschlagregel. Bei den YONEX German Open kommt diese erstmalig zur Anwendung. 

Auch Lisa Kaminski/Hannah Pohl (beide 1. BC Beuel; Weltranglistenplatz 103) zollten ihren Gegnern für deren Leistung Anerkennung: „Sie waren auf jeden Fall besser als wir. Wir haben versucht, unser Bestes zu geben“, sagte Lisa Kaminski nach der 10:21, 11:21-Niederlage in Runde eins des Damendoppelwettbewerbs gegen die Däninnen Maiken Fruergaard/Sara Thygesen (Weltranglistenplatz 32). Das Duo aus Bonn war von der Reserveliste direkt ins Hauptfeld gerückt, der „Umweg“ über die Qualifikation entfiel für die 27 und 23 Jahre alten Rheinländerinnen. „Es ist immer schön, hier zu spielen“, so Lisa Kaminski.

Ebenfalls nach einem Match ausgeschieden sind Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim). Für die Weltranglisten-39. erwies sich bei den YONEX German Open das taiwanesische Herrendoppel Liao Min Chun/Su Ching Heng (Weltranglistenplatz 17) als zu stark (17:21, 17:21).

Der Frust über die Niederlage ist sehr groß. Wir sind sehr enttäuscht. Wir haben im zweiten Satz 15:13 geführt, dann leichte Fehler gemacht. Das hätte einfach nicht passieren dürfen“, analysierte Marvin Seidel. Sein ein Jahr älterer Doppelpartner meinte: „Ich würde sagen, wir haben bei unserem Spiel 70 % erreicht, das war leider zu wenig. Ich spiele immer wieder gern hier in Mülheim, wollte auch mehr zeigen und weiterkommen. Es hat aber leider nicht gereicht. Nächstes Jahr greifen wir wieder an – und dann machen wir es besser!“

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