
- Foto: Frank Kossiski.
Interview mit Marc Zwiebler (1. BC Beuel) nach seinem Sieg in der 2. Runde des Herreneinzel (21:17, 21:10) gegen Scott Evans aus Irland.
Das Gespräch führte Frank Kossiski.
FK: „Vom Ergebnis her könnte man denken, dass es für Dich ein leichter Zweisatzsieg gewesen ist, aber insbesondere im ersten Satz war es ein hartes Stück Arbeit, oder?“
Marc Zwiebler:
„Ja, es ist immer sehr schwer, gegen ihn zu spielen. Insbesondere das Duell bei der Olympiade in China ist mir noch sehr in Erinnerung geblieben, bei dem es über drei enge Sätze ging. Ich denke, das heutige Resultat sieht klarer aus als das Spiel wirklich war. Im ersten Satz hatte ich die schlechtere Seite mit dem ungünstigen Licht. Scott Evans hat ein paar Dinge in seinem Spiel, die sind wirklich Weltklasse. Ich habe es im ersten Satz nicht ganz geschafft, seine Schwächen auszunutzen und habe mich auf sein Spiel eingelassen. Auf der anderen Seite mit der besseren Sicht hatte ich dann die Lockerheit und Ruhe, alle vier Ecken des Feldes anzuspielen und ihn laufen zu lassen. Ich war dann auf lange Ballwechsel aus und habe ihn die Fehler machen lassen.“
FK: „In der schwierigen Phase stand außerdem das Publikum hinter Dir.“
Marc Zwiebler:
Ja, das ist immer schön, sich als Deutscher vor den eigenen Zuschauern präsentieren zu können. Natürlich ist der Druck von außen recht hoch – gerade, wenn man als Favorit in eine Begegnung geht. Aber ich versuche, nur von Spiel zu Spiel zu denken und freue mich natürlich über jegliche Unterstützung.“
FK: „Kommen wir auf deine nächste Partie zu sprechen, die ja bereits für heute Abend um 20.30 Uhr angesetzt ist. Gegner wird der Inder Anand Pawar sein. Wie siehst Du Deine Chancen?
Marc Zwiebler:
„Ich habe noch nie gegen ihn gespielt. Er hat aber sehr gute Ergebnisse erzielt, wie alle der sechs oder sieben besten Inder. Sie können Weltklasse spielen, haben aber auch hin und wieder einen schlechten Tag. Ich werde mir vor der Partie noch ein Video anschauen und hoffe, dass ich ihn schlagen kann. Die Chancen würde ich auf 50:50 einschätzen.“










