Pressegespräch am 22. Februar 2012
(22.02.2012, CP) Traditionell bietet das Organisationskomitee den Vertreterinnen und Vertretern der Medien in der Woche vor Beginn der Internationalen Badminton-Meisterschaften von Deutschland die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Pressegesprächs ausführlich mit ausgewählten Personen über das für den Deutschen Badminton-Verband (DBV) bedeutsamste Turnier auszutauschen und unter anderem die erwähnten Themen detailliert zu erörtern.
Während das Pressegespräch in den vergangenen Jahren stets in der RWE-Sporthalle – der Austragungsstätte der YONEX German Open – durchgeführt wurde, fand es diesmal im Kunstmuseum in der Alten Post statt. Damit stellte das Organisationskomitee erstmalig eine Verbindung zum Veranstaltungsplakat her, welches 2012 als „typisches Mülheimer Motiv“ die Alte Post und den Hajek-Brunnen zeigt.
Als Podiumsgäste fungierten am 22. Februar 2012:
- Karl-Heinz Kerst, Präsident des Deutschen Badminton-Verbandes e.V. (DBV)
- Shuichi Yoneyama, Geschäftsführer der YONEX GmbH
- Ulrich Ernst, Dezernent für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Sport der Stadt Mülheim an der Ruhr (ab 13.02.2012 Dezernent für Bildung, Soziales, Jugend, Gesundheit, Sport und Kultur der Stadt Mülhem an der Ruhr)
- Inge Kammerichs, Geschäftsführerin der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST)
- Boris Reichel, Turnierdirektor
- Johanna Goliszewski, Nationalspielerin, Deutsche Vizemeisterin im Damendoppel und Erstliga-Akteurin beim 1. Badminton-Verein Mülheim e.V. (1. BVM)
- Ulrike Thomas, Geschäftsführerin der Vermarktungsgesellschaft Badminton Deutschland mbH (VBD)
- Alexandra Becker, Mitarbeiterin im Team Regionale Kultur- und Sportprojekte beim Regionalverband Ruhr (RVR)
- Bernd Schäfers, 2. Vorsitzender des 1. Badminton-Vereins Mülheim an der Ruhr e. V. (1. BVM)
- Dr. Beate Reese, Leiterin des Kunstmuseums Mülheim an der Ruhr in der Alten Post
Statements aus dem Pressegespräch anlässlich der YONEX German Open 2012 am 22.02.2012 im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr in der Alten Post
Shuichi Yoneyama, Geschäftsführer der YONEX GmbH:
„Ich habe 22 Jahre lang in der Produktentwicklung der YONEX CO. LTD in Japan gearbeitet. Wir sind ein global tätiges Unternehmen, das weltweit Marktführer im Bereich Badminton ist. In Asien haben wir es bereits geschafft, unsere Produkte speziell für die Bedürfnisse der dortigen Badmintonspielerinnen und -spieler herzustellen. Wir kennen ihre Wünsche und können unsere Produkte entsprechend genau auf sie zuschneiden. In Europa ist uns dies noch nicht vollends gelungen. Ich habe mich daher der Aufgabe angenommen, in Europa nachzuforschen, welchen Bedarf die Badmintonspielerinnen und -spieler, die hier leben, haben – damit wir anschließend in unserer Firma in Niigata Produkte herstellen können, die exakt den Bedarf der Europäer decken. Unser Ziel ist es letztlich, durch die neuen Produkte zusätzliche Kunden zu gewinnen, also unseren Markt weiter zu vergrößern. Wir möchten unsere Produkte noch populärer machen und sind zugleich bestrebt, dass alle mit unseren Produkten zufrieden sind – einerlei, ob sie Wettkampfspieler sind oder Hobbyspieler. So gilt es beispielsweise genauer zu ermitteln, welcher Schläger zu welchem Spielniveau und welcher Spielerpersönlichkeit am besten passt.“
„Ich habe im Vorjahr erstmals die YONEX German Open besucht und war von dem Turnier sehr beeindruckt. Die Atmosphäre in der Halle war gleichermaßen besonders wie gut, viele Zuschauer wollten die Spiele verfolgen und insgesamt haben die YONEX German Open bei mir – auch verglichen mit anderen Top-Turnieren in Europa – einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Die YONEX German Open 2012 werde ich aus einem ganz anderen Blickwinkel wahrnehmen als die bisherigen Austragungen, für mich ist die aktuelle Situation ganz neu. 2011 war ich als Gast vor Ort, ich konnte einfach zuschauen. Nun habe ich Verantwortung für das Turnier, muss vieles vorbereiten, konzeptionieren und kontrollieren, dass alles wie geplant läuft. Denn mein Ziel ist es selbstverständlich, die YONEX German Open erneut zu einem Erfolg werden zu lassen. Ich habe im Vorfeld und auch in der Turnierwoche zahlreiche Abläufe zu prüfen und Etliches zu organisieren. So tausche ich mich beispielsweise mit den Verantwortlichen beim DBV intensiv aus, führe Gespräche mit den handelnden Personen beim ausrichtenden Verein 1. BV Mülheim sowie mit diversen anderen Personen, die mit dem Turnier in gewisser Weise zu tun haben, und kümmere mich um die Messe, die wir in der Veranstaltungswoche in der Nebenhalle für die Händler veranstalten. Ihnen präsentieren wir unter anderem die Kollektion für die neue Saison.“
Karl-Heinz Kerst. Präsident des Deutschen Badminton-Verbandes e.V. (DBV)
„Die EM in Amsterdam war ein historischer Erfolg für den DBV. Zum einen war das Abschneiden der Herren mit dem Gewinn der Silbermedaille sehr erfreulich. Das ist ein sehr gutes Ergebnis. Die Niederlage im Finale gegen Dänemark war zu erwarten. Die Damen befinden sich mittlerweile auf Augenhöhe mit Dänemark. Die etwas raffinierte Aufstellung im Endspiel hat die Däninnen aus meiner Sicht etwas überrascht. Und bei der Siegerehrung sah man, dass die Niederlage sie stark getroffen hat. Deutschland hat sich als Nummer zwei in Europa etabliert und befindet sich im Damenbereich auf einem Level mit Dänemark. Beide deutschen Mannschaften haben eine sehr gute Vorbereitung absolviert und sich bei dem Turnier als Einheit präsentiert. Ich hoffe, dass die Teams von dem Erfolg etwas zur WM mitnehmen können.“
„Zum 26. Mal führt die Firma YONEX in diesem Jahr gemeinsam mit dem DBV die Internationalen Badminton-Meisterschaften von Deutschland durch. Der DBV hat in dieser Zeit sehr gute Erfahrungen gemacht und ich gehe davon aus, dass die intensive Zusammenarbeit anhalten wird. Wir haben in jedem Fall einen Vertrag bis einschließlich 2013 und werden zu gegebener Zeit über die Jahre danach sprechen.“
„Es freut uns sehr, dass ein Mitglied der Familie Yoneyama nun die Leitung der Geschäfte in Deutschland übernommen hat. Ein positives Signal ist auch die Tatsache, dass Ben Yoneyama, der Präsident der Firma YONEX, erneut bei den YONEX German Open unser Gast sein wird.“
Boris Reichel, Turnierdirektor:
„Wir haben wie in den Vorjahren die weiterführenden Schulen eingeladen, das Turnier an mehreren Veranstaltungstagen kostenfrei zu besuchen. In diesem Jahr werden wir zudem ein Projekt unterstützen, das sich speziell an Grundschulen richtet. Wir möchten die Veranstaltung am Dienstag und am Mittwoch als Trittbrett nutzen, um die Kinder für die Sportart zu begeistern. Sie können in der Halle badmintonnahe Aktivitäten durchführen, Badminton schauen, Stars wahrnehmen, bei einem Rundgang erfahren, wie die Veranstaltung abläuft und von langjährigen Übungsleitern aus mehreren Mülheimer Sportvereinen etwas über die Sportart lernen. Insgesamt werden 200 Grundschülerinnen und -schüler die YONEX German Open besuchen und ich bin mir sicher, dass einige von ihnen beim Badminton bleiben.“
„Während die Spieler bei Turnieren mit einem noch höheren Stellenwert, als die YONEX German Open ihn haben, zur Teilnahme verpflichtet sind, können sie bzgl. der YONEX German Open frei entscheiden, ob sie teilnehmen möchten. Obwohl keine Verpflichtung herrscht, haben wir in allen Disziplinen von den Top 25 der Welt fast 20 dabei. Das ist zweifelsohne ein tolles Zeichen! Ich bin fasziniert von dem Starterfeld, da ich um die hohe Belastung in der Olympiaqualifikation weiß. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Nationen, die gemeldet haben, noch einmal erhöht: 45 waren es, das ist sensationell!“„Die Motivation bei den deutschen Spielerinnen und Spielern ist bei einem Turnier in Deutschland natürlich immer besonders hoch. Andererseits ist aber auch der Druck deutlich höher als bei Turnieren z.B. in Asien. Und die Belastung war in der vergangenen Woche sehr hoch, dennoch erwate ich einige gute Ergebnisse.“
Ulrich Ernst, Dezernent für Bildung, Soziales, Jugend, Gesundheit, Sport und Kultur der Stadt Mülheim an der Ruhr:
„Zunächst möchte ich persönlich und im Namen der Stadt zu diesem Erfolg bei der Europameisterschaft gratulieren. Gerade vor den YONEX German Open ist dies natürlich gut.“
„Es lohnt sich unglaublich, die Veranstaltung zu besuchen: Man sieht tollen Sport und die Veranstaltung ist zudem für die Stadt sehr wichtig. Ich nehme stets anhand der vielen unterschiedlichen Nummernschilder wahr, aus wie vielen und welchen Städten die Besucher anreisen.“
„Spitzensport/Leistungsport und das Kümmern um nachfolgende Generationen gehört aus meiner Sicht zusammen. Wir wissen aus Untersuchungen, dass der Sport gerade in frühen Jahren Kindern hilft. Wer aktiv und in einem gewissen Umfang Sport treibt, erzielt bessere Ergebnisse, gerade auch der kognitive Bereich wird damit stark positiv beeinflusst. Die Stadt Mülheim an der Ruhr führt verschiedene Projekte durch, die den Zweck haben, durch Aktivierung in diesem Bereich Erfolge zu erzielen. Ein Beispiel ist da Projekt „Prima Leben“, das sich an Kinder in Kindergärten und Kindertagesstätten richtet. In den vergangenen Jahren kooperieren Vereine zudem zunehmend stärker mit Schulen und Kitas. Es gilt, diesbezüglich gemeinsame Wege zu finden – und das gelingt immer besser.“
Inge Kammerichs, Geschäftsführerin der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST):
„Der Erfolg bei der EM ist ganz toll und die Damenmannschaft hat einen Wunsch frei in Mülheim! Überhaupt ist die Entwicklung im Badmintonsport in der Stadt hervorragend und die YONEX German Open sind eine wunderbare Sache. Aber es ist alles nur so gut, wie die Leute, die es tun. Hier arbeitet ein ganz tolles Team, das wesentlich dazu beiträgt, das die Veranstaltung in Mülheim Bestand hat.“
„Die YONEX German Open sind ein wesentlicher Imagefaktor. Der Name der Stadt wird in die Welt hinausgetragen und wir haben die Möglichkeit, ganz vielen Nationen die Stadt nahe zu bringen. Außerdem ist die Veranstaltung natürlich ein bedeutsamer Wirtschaftsfaktor: Die Gäste übernachten in Hotels, sie besuchen Restaurants, kaufen ein usw.“
Johanna Goliszewski, Europameisterin 2012 mit dem deutschen Damenteam, Erstliga-Akteurin beim 1. BV Mülheim:
„Ich muss sowohl im Damendoppel als auch im Mixed in die Qualifikation, weil das Teilnehmerfeld so stark ist. Für uns ist das aber auch schön, denn so haben wir die Möglichkeit gegen Leute zu spielen, gegen die wir bei anderen Turnieren nicht spielen würden, weil wir nicht so weit kämen. Ich freue mich auf richtig gute Spiele und darauf, viele Erfahrungen zu sammeln.“
Ulrike Thomas, Geschäftsführerin der Vermarktungsgesellschaft Badminton Deutschland mbH (VBD):
„Badmintonfans aus ganz Deutschland kommen zu uns, das sehe ich am Kartenvorverkauf. 8.000 Tickets haben wir bereits verkauft, für den Samstag sind keine Karten mehr erhältlich. Von weiterführenden Schulen kommen zudem 2.000 Schülerinnen und Schüler zu Besuch.“
„Wir fühlen uns sehr geehrt, dass Frau Ministerpräsidentin Hannelore Kraft das Turnier besuchen wird. Wir haben zum ersten Mal solch hohen Besuch. Frau Kraft wird die Halbfinalspiele eröffnen. Außerdem freuen wir uns darüber, dass die Schirmherrin der YONEX German Open, Mülheims Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, Grußworte überbringen wird. Zudem sind mehrere Vertreter aus NRW-Ministerien vor Ort. Und wir fühlen uns natürlich sehr geehrt, dass erneut Ben Yoneyama das Turnier besuchen wird.“
Alexandra Becker, Mitarbeiterin im Team Regionale Kultur- und Sportprojekte beim Regionalverband Ruhr (RVR):
„Es ist toll, dass wir diese Plattform haben. Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten macht in jedem Jahr wieder großen Spaß. Der RVR fördert traditionell die YONEX German Open, und das Turnier zählt auch 2012 zu den absoluten Highlights in der Metropole Ruhr. Besonders ist es natürlich durch die Olympiaquali im Blickpunkt. Ich wünsche den deutschen Sportlerinnen und Sportlern auch dafür viel Erfolg, schließlich ist die Teilnahme an Olympischen Spielen auch für das Image der Sportmetropole Ruhr förderlich.“
„Nachdem die Ruhrolympiade im Jahr 2011 eine kleine kreative Verschnaufpause eingelegt hat, wird sie 2012 wieder durchgeführt. Dabei konzentrieren wir uns auf die olympischen Sportarten. Ich bin mir sicher, dass die Sportjugend Mülheim wieder eine sehrt gute Mannschaft, gerade auch im Badminton, stellen wird. Die Sportlerinnen und Sportler haben vom 6. bis zum 10. Juni in Duisburg die Möglichkeit, sich auf die Olympischen Spiele einzustimmen, bei denen sie wenige Wochen später am Fernsehen miterleben werden, wie die deutschen Stars abschneiden.“
Bernd Schäfers, 2. Vorsitzender des 1. Badminton-Vereins Mülheim an der Ruhr e. V. (1. BVM), Teammanager der Erstliga-Mannschaft des 1. BVM:
„Der 1. BV Mülheim richtet in diesem Jahr zum 14. Mal seit 1975 die Internationalen Badminton-Meisterschaften von Deutschland aus. Schon damals war die Veranstaltung ein Erfolg, aber wenn ich sehe, welche Qualität sie heute hat, ist das ein großer Unterschied. Auch der 1. BVM hat davon partizipiert, dass die Veranstaltung von Jahr zu Jahr besser geworden ist. Wir haben 2012 mehr Helfer denn je: 120 namentliche Meldungen habe ich vorliegen, das ist Rekord. Viele von ihnen wenden einen Teil ihres Jahresurlaubs dafür auf, um sich bei den YONEX German Open als Helfer zur Verfügung zu stellen.“
„Seit 2005, gewissermaßen seit der Neuzeit der Internationalen Badminton-Meisterschaften von Deutschland, wollte der 1. BVM auch mit seiner 1. Mannschaft Imagepflege betreiben. Der Verein war ja 13 Mal in Serie Deutscher Mannschaftsmeister – solch en Erfolg ist wohl nicht mehr zu wiederholen. 2011/2012 sind wir nun wieder Mitglied im Badminton-Oberhaus. Das hat viel Anstrengung bedeutet, aber wir haben auch immer die entsprechende Unterstützung seitens der Stadt Mülheim an der Ruhr erhalten. Derzeit befinden wir uns auf dem fünften Tabellenplatz und entsprechend guter Hoffnung, den Klassenerhalt zu schaffen. Was die YONEX German Open betrifft, so bin ich mir sicher, dass die Veranstaltung wieder ein Erfolg für alle Beteiligten werden wird.“
Dr. Beate Reese, Leiterin des Kunstmuseums Mülheim an der Ruhr in der Alten Post:
„Das Kunstmuseum Mülheim gehört zu den ältesten des Ruhrgebiets. Seit 1984 hat es sein Domizil in der Alten Post. Das Haus offenbart Schönheit, Sie befinden sich hier in der denkmalgeschützten Halle. Freunden des Expressionismus’ geht bei einem Besuch unseres Hauses das Herz auf. Wir haben eine Kunstsammlung vorzuweisen, in der sich alle großen Namen der klassischen Moderne wiederfinden. Zusätzlich präsentieren wir stets eine Wanderausstellung und verfügen neben Berlin über die größte Zille-Ausstellung. Während der YONEX German Open kann ich unter anderem den Besuch der Ausstellung STAHL + STADT empfehlen, eine Fotografieausstellung. Ich wünsche Ihnen guten Erfolg mit dem Turnier und lade Sie herzlich ein, mit Ihren Gästen unser Museum zu besuchen!“












