Dameneinzel, Halbfinale mit deutscher Beteiligung
Im „Match of the Day“ am
Samstag, den 06.03.2010
trifft Juliane Schenk (SG EBT Berlin)
auf Wang Lin (China).
Juliane Schenk (Deutschland):
27 Jahre, 73 Länderspiele, Weltranglistenplatz 11 im Dameneinzel
Deutsche Meisterin im Dameneinzel 2009 und 2010
Siegerin Bitburger SaarLorLux Badminton Open 2009
Siegerin Dutch International 2009
Siegerin Finnish International 2009
Siegerin Austrian International 2009
Wang Lin (China):
20 Jahre, Weltranglistenplatz 2 im Dameneinzel
2. Platz French Super Series 2009
2. Platz China Masters Super Series 2009
2. Platz Indonesia Super Series 2009
Durch eine Glanzleistung im Halbfinale erreichte Juliane Schenk das Endspiel der YONEX German Open 2010.
Von Frank Kossiski
Die Deutsche Meisterin hatte zuvor zum zweiten Mal bei dem Turnier die Runde der letzten Vier erreicht. Bereits im Jahr 2008 stand sie in Mülheim an der Ruhr im Halbfinale, musste ihre Partie damals aber verletzungsbedingt aufgeben.
Diesmal stand der 27-Jährigen am vorletzten Tag des bedeutendsten Badmintonturniers in Deutschland kein solches Hindernis im Weg. Im Gegenteil: Selbst die Weltranglistenzweite aus China konnte sie in 55 aufregenden Minuten aus dem Weg räumen.
Juliane Schenk fand gleich zu Beginn gut ins Match. Sie überzeugte mit früher, aggressiver Ballannahme und erarbeitete sich eine 13:10-Führung, doch dann verlor sie plötzlich die Konzentration. Wang Lin nutzte diese kurzzeitige Schwäche, zog vorbei und gewann den ersten Satz mit 21:17.
Die Asiatin nahm den Schwung in den zweiten Durchgang mit und führte schnell mit 4:1. Aber Juliane Schenk setzte ihre Bälle nun wieder präziser, und mit einem Mal war sie wieder mitten im Spiel. Sie gewann einen Zähler nach dem anderen, gar auf 13:6 zog sie von dannen. Zwar kam Wang Lin noch einmal ein wenig heran, doch bereits ihren ersten Satzball nutzte die Deutsche und erzwang den entscheidenden dritten Durchgang.
Hier konnte sich zunächst keine der beiden Spielerinnen absetzen, erst nach dem Seitenwechsel erarbeitete sich Juliane Schenk einen Vorsprung. Der 111. Ballwechsel in diesem Duell brachte die Entscheidung, die Deutsche verwandelte ihren ersten Matchball und stellte den Finaleinzug sicher. Der Rest war nur noch Jubel: Standing Ovations von den 2.000 begeisterten Zuschauern begleiteten Juliane Schenk beim Auszug aus der RWE-Sporthalle.










