Juliane Schenk steht bei ihrem „Heimspiel“ im Halbfinale
Erneut eine tolle Leistung von Juliane Schenk: Die 27 Jahre alte Weltranglistenelfte zog bei den YONEX German Open Badminton Championships (02.-07.03.2010 in Mülheim an der Ruhr/NRW) ins Halbfinale ein. Die zweimalige EM-Dritte im Dameneinzel und amtierende Deutsche Meisterin in dieser Disziplin gewann am Freitagabend als Nummer drei der Setzliste ihre Viertelfinalpartie gegen die ungesetzte Japanerin Megumi Taruno mit 21:18, 21:15. Damit steht Juliane Schenk ein weiteres Mal in ihrer Karriere bei dem für den Deutschen Badminton-Verband e. V. (DBV) bedeutsamsten Turnier in der Runde der besten vier Damen. Bereits 2008 hatte die Sportsoldatin der Bundeswehr bei dem mit 80.000.- US-Dollar dotierten Grand Prix-Turnier die Vorschlussrunde erreicht. Die damalige Halbfinalpartie, gegen die spätere Turniergewinnerin Jun Jae Youn aus Korea, musste Juliane Schenk aufgrund einer Verletzung abbrechen.
In diesem Jahr bekommt es die gebürtige Krefelderin in der Vorschlussrunde mit der WM-Dritten von 2009 und aktuellen Weltranglistenzweiten, Wang Lin, zu tun. Die in Mülheim an der Ruhr topnotierte Chinesin bezwang im Viertelfinale die Schweizerin Jeanine Cicognini mit 21:12, 21:14.
Für Juliane Schenk, die in der 1. Bundesliga für die SG EBT Berlin auf Punktejagd geht, sind die Internationalen Badminton-Meisterschaften von Deutschland stets ein „echtes Heimspiel“: Die Silbermedaillengewinnerin beim Jahresabschlussturnier 2009 des Badminton-Weltverbandes BWF trainiert nicht nur in Mülheim an der Ruhr, am Bundesstützpunkt der Damen, sondern wohnt auch in der Stadt am Fluss.
Zuletzt standen vor 35 Jahren deutsche Spielerinnen und Spieler bei den Internationalen Badminton-Meisterschaften von Deutschland auf dem obersten Podest. Seitdem konnte bei dem Turnier kein/e DBV-Vertreter/in mehr einen Finalerfolg verbuchen. Der letzte DBV-Sieg im Dameneinzel liegt sogar noch länger zurück: Zuletzt gelang Irmgard Latz im Jahr 1966 der Titelgewinn in dieser Disziplin. 2009 hatte die zweimalige Europameisterin Huaiwen Xu die Hoffnungen der Zuschauer auf einen „Heimsieg“ bei den YONEX German Open genährt: Die damals 33-Jährige stand vor Jahresfrist ebenfalls im Halbfinale, unterlag jedoch der späteren Turniersiegerin Wang Yihan aus China in drei Sätzen.
Juliane Schenk holte bei ihrer zuvor letzten Teilnahme an einem Grand Prix-Turnier übrigens den Titel: Im Oktober 2009 setzte sich die zweimalige Olympiateilnehmerin bei den Bitburger SaarLorLux Badminton Open in Saarbrücken gegen die gesamte Konkurrenz durch und verbuchte damit ihren ersten Goldmedaillengewinn im Dameneinzel bei einem Turnier dieser Kategorie.
Marc Zwiebler und Damenduo ausgeschieden
Der viermalige Deutsche Meister Marc Zwiebler (1. BC Beuel) musste sich hingegen im Viertelfinale geschlagen geben: Der 25 Jahre alte Weltranglisten-17. unterlag als Nummer vier der Setzliste dem in Mülheim an der Ruhr an Position acht notierten Malaysier Muhammad Hafiz Hashim mit 12:21, 16:21.
Ausgeschieden ist auch das beste deutsche Damendoppel: Die nationalen Meisterinnen Birgit Overzier/Sandra Marinello (1. BC Beuel/1. BC Düren), die zuvor bereits zwei harte Begegnungen über drei Sätze absolvierten, verloren in der Runde der besten acht Paarungen mit 13:21, 12:21 gegen die Weltranglistendritten Cheng Shu/Zhao Yunlei. Die bei den YONEX German Open 2010 an Nummer zwei gesetzten Chinesinnen hatten im Vorjahr bei dem Turnier den Titel gewonnen.
Im Herrendoppel und im Mixed kamen in diesem Jahr deutsche Spieler/innen bei der äußerst stark besetzten Veranstaltung bis ins Achtelfinale.











