YGO 2012










Der Deutsche Badminton-Verband e.V. (DBV)

 

Verbandsgründung am 18. Januar 1953 in Wiesbaden

Der Deutsche Badminton-Verband e.V. (DBV) wurde am 18. Januar 1953 gegründet. Er umfasst heute über seine 16 Ländesverbände etwa 217.000 Mitglieder. Die Badminton-Landesverbände in Berlin und Brandenburg fusionierten zum 1. Januar 2005. Seitdem trägt der neue Verband den Namen Badminton-Verband Berlin-Brandenburg e.V. (BVBB). Bis zum 31.12.2004 sind demnach in der Statistik noch 17 Landesverbände geführt. Der mit Abstand größte Landesverband ist der Landesverband Nordrhein-Westfalen.

 

Seit einer Strukturreform im Jahre 1991 wird der DBV von einem fünfköpfigen Präsidium geleitet, dem seit Juni 2006 Karl-Heinz Kerst (Kleve) als DBV-Präsident vorsitzt. Die DBV-Geschäftsstelle befindet sich in Mülheim an der Ruhr. Dort ist auch die Geschäftsstelle des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen ansässig. Mülheim an der Ruhr ist zudem Bundesstützpunkt Badminton und dem Olympiastützpunkt Rhein-Ruhr angegliedert, ferner Landesleistungsstützpunkt Badminton.

 

Fred Haas organisierte erste deutsche Meisterschaft

Der Sportartikelkaufmann Fred Haas (1922-1996) organisierte 1953 im Auftrage des Verbandes deutscher Sportgeschäfte anläßlich einer Sportartikelmesse Badminton-Werbespiele und rief gleichzeitig alle ihm bekannten deutschen Badmintonvereine und -abteilungen zur Austragung der 1. Deutschen Einzelmeisterschaft auf. Sie wurde am 17. und 18. Januar 1953 in der Schloßreithalle in Wiesbaden ausgetragen.

 

Der Einladung kamen 14 Vereine nach: TV Biebrich, 1. DBC Bonn, Clausthaler BC, Düsseldorfer Eislaufgemeinschaft, (1.) BC Düsseldorf, Hallengemeinschaft "Badminton" Düsseldorf, TV Eltville, Eissportgemeinschaft Hannover, SC Continental Hannover, ATV 64 Hilden, TC Rot-Weiß Hilden, Badminton-Club Kiel, STC Blau-Weiß Solingen und TV 88 Ohligs. Deren Vertreter gründeten am zweiten Meisterschaftstag, dem 18. Januar 1953, den Deutschen Badminton-Verband e.V. Zum ersten Präsidenten wurde Dr. Hans Riegel gewählt.

 

Hessischer Badminton-Verband als erster Landesverband

Als erster Landesverband wurde dann am 29. Juli 1953 in Biebrich der Hessische Badminton Verband aus der Taufe gehoben. Es folgten noch im gleichen Jahr der Schleswig-Holsteinische Badminton-Verband und der Badminton Landesverband Nordrhein-Westfalen. Auf dem 2. Verbandstag am 20. Februar 1954 wurde die erste DBV-Satzung verabschiedet, in der als Mitglieder die drei genannten Landesverbände verzeichnet sind. Die Vereine selbst sind daher seit Verabschiedung der DBV-Satzung nicht mehr direkte Mitglieder im DBV sondern die Landesverbände. Vereine, die damals in ihrer Region noch keinen Landesverband hatten, mussten sehen, dass ein solcher gegründet wurde.

 

Deutscher Federballverband der DDR

Der Deutsche Federball-Verband (DFV) wurde im Januar 1958 gegründet und im gleichen Jahr noch Mitglied des Badminton-Weltverbandes IBF. National wurde ein umfassender Wettkampfbetrieb durchgeführt. Da Badminton jedoch zu den "nichtförderungswürdigen Sportarten" gehörte, blieben die internationalen Startmöglichkeiten der Sportler - trotz hohen Leistungsstandes - weitgehend auf den damaligen Ostblock beschränkt. Am 18.11.1990 wurden die fünf ostdeutschen Landesverbände, die aus dem DFV hervorgingen, mit Rechtswirksamkeit zum 1.1.1991 in den DBV aufgenommen.

 

Quelle: Website des Deutschen Badminton-Verbandes e.V. (www.badminton.de) vom 29.10.2004; eigene Zusammenstellung

 

Statistiken rund um den DBV (z.B. Mitgliedszahlen) finden Sie auf der DBV-Homepage.

 

 

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