YGO 2012





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Besser als je zuvor

Siegerehrung Mixed. Fotos: Ronny Pabst.
Siegerehrung Herreneinzel.
Siegerehrung Dameneinzel.
Siegerehrung Damendoppel. Foto: Sebastian Sendlak.

 

(06.03.2011, CP) Zwei Olympiasieger sowie ein amtierender Weltmeister im Finale, eine Rekordbesucherzahl, Begeisterung über das neue Lichtkonzept, hervorragende Stimmung in der RWE-Sporthalle und spektakulärere Ballwechsel denn je: Die YONEX German Open Badminton Championships 2011 (1. bis 6. März in Mülheim an der Ruhr) haben die vorherigen – und auch schon sehr gelungenen – Austragungen noch einmal getoppt.

 

Grandiose Show der Superstars

 

Dabei kamen am Finaltag die rund 2.000 Zuschauer in den Genuss eines absoluten „Badminton-Leckerbissens“: Der chinesische Superstar Lin Dan, Olympiasieger von 2008 und dreimaliger Weltmeister (2007-2009), traf im Herreneinzel-Endspiel auf seinen Landsmann Chen Jin, der im Sommer 2010 erstmals in seiner Karriere den WM-Titel gewonnen hatte. Mit faszinierenden Sprüngen, fantastischen Abwehraktionen und insgesamt einer grandiosen Show sorgten die Nummer eins und die Nummer zwei der Setzliste für Begeisterungsstürme seitens des Publikums. Nach einer Spielzeit von 48 Minuten machte Lin Dan seinen vierten Titelgewinn nach 2004, 2005 und 2007 bei dem für den Deutschen Badminton-Verband (DBV) bedeutsamsten Turnier perfekt. Chen Jin hingegen verpasste es durch die 19:21, 11:21-Niederlage, zum zweiten Mal nach 2006 bei der Siegerehrung das oberste Podest besteigen zu dürfen. Der Weltranglistendritte Lin Dan hatte in der Vorschlussrunde mit 21:11, 21:11 gegen den thailändischen Weltranglistensiebten Boonsak Ponsana (Setzplatz 3) gewonnen. Chen Jin (Weltranglistenplatz 6) setzte sich in seiner Halbfinalpartie mit 21:14, 21:7 gegen den in Mülheim an der Ruhr an Position vier notierten WM-Dritten Park Sung Hwan aus Korea (Weltranglistenplatz 15) durch.

 

Juliane Schenks Bezwingerin neue Titelträgerin

 

Auch im Dameneinzel ging der Titel ins „Reich der Mitte“: Die an Nummer fünf gesetzte Liu Xin, die im Viertelfinale die topgesetzte dreimalige Deutsche Meisterin Juliane Schenk (SG EBT Berlin) in zwei Sätzen aus dem Turnier geworfen hatte, freute sich am Sonntagabend über ihren ersten Turniersieg bei den Internationalen Badminton-Meisterschaften von Deutschland. Die Weltranglisten-13. setzte sich im Finale mit 21:13, 15:21, 21:9 gegen die ungesetzte Japanerin Ayane Kurihara (Weltranglistenplatz 42) durch. Auch diese hatte zuvor eine Vertreterin des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) ausgeschaltet: Im Achtelfinale musste sich Olga Konon (1. BC Bischmisheim) in drei Durchgängen der Asiatin geschlagen geben. Liu Xin verzeichnete im Halbfinale einen 21:19, 21:16-Erfolg über die ungesetzte Koreanerin Sung Ji Hyun, Ayane Kurihara besiegte Wong Mew Choo aus Malaysia mit 21:18, 21:15. Nachdem im Jahr 2009 Wang Yihan in Mülheim an der Ruhr den Titel im Dameneinzel geholt und 2010 Wang Xin gewonnen hatte, war in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge eine chinesische Spielerin in dieser Disziplin erfolgreich.

 

„Triple“ für den Olympiasieger

 

Zum Abschluss der 54. Internationalen Badminton-Meisterschaften von Deutschland bekamen die Zuschauer in der RWE-Sporthalle ein weiteres Mal ein Badminton-Erlebnis der Extraklasse geboten. Die topgesetzten Weltranglistendritten Jung Jae Sung/Lee Yong Dae aus Korea lieferten sich mit ihren Landsleuten Kim Ki Jung/Kim Sa Rang eine Drei-Satz-Partie mit zahlreichen beeindruckenden Ballwechseln. Letztlich jubelte Lee Yong Dae, der Olympiasieger von 2008 im Mixed, über seinen dritten Titelgewinn im Herrendoppel bei den YONEX German Open insgesamt und über seinen zweiten an der Seite von Jung Jae Sung. Zusammen mit ihm hatte der koreanische Spitzenathlet bereits 2006 in Mülheim an der Ruhr den Turniersieg verzeichnet. Drei Jahre später ließ Lee Yong Dae an gleicher Stelle zusammen mit Shin Baek Choel die gesamte Konkurrenz hinter sich. Zudem gelang Lee Yong Dae bereits einmal im Mixed (2008) der Titelgewinn bei den Internationalen Badminton-Meisterschaften von Deutschland. Im diesjährigen Herrendoppel-Finale setzte sich das Duo Jung Jae Sung/Lee Yong Dae mit 21:19, 18:21, 21:11 durch, nachdem es in der Vorschlussrunde die WM-Zweiten Koo Kien Keat/Tan Boon Heong aus Malaysia (Setzplatz 3) deutlich mit 21:9, 21:11 geschlagen hatte. Kim Ki Jung/Kim Sa Rang, die ihre Viertelfinalpartie gegen die Deutschen Vizemeister Michael Fuchs und Oliver Roth (1. BC Bischmisheim/PTSV Rosenheim) gewonnen hatten, behielten in der zweiten Halbfinalbegegnung mit 18:21, 21:15, 21:15 die Oberhand über ihre Landsleute Ko Sung Hyun/Yoo Yeon Seong.

 

Deutlicher Sieg für Japans Damen

 

Das Endspiel im Damendoppel war eine klare Angelegenheit für die Japanerinnen Mizuki Fujii und Reika Kakiiwa. Das an Position fünf notierte Duo besiegte die ungesetzten Koreanerinnen Ha Jung Eun/Kim Min Jung binnen 33 Minuten mit 21:6, 21:14 und verzeichnete damit seinen ersten Titelgewinn bei den YONEX German Open. Mizuki Fujii und Reika Kakiiwa hatten in der Runde der besten vier Paarungen die Koreanerinnen Kim Ha Na/Kim Min Seo mit 21:14, 21:13 besiegt. Ha Jung Eun/Kim Min Jung, die Gewinnerinnen der Achtelfinalbegegnung mit den an Nummer acht gesetzten Deutschen Meisterinnen Sandra Marinello/Birgit Michels (1. BC Düren/1. BC Beuel), waren in ihrem Halbfinalspiel mit 21:17, 26:24 gegen die Japanerinnen Shizuka Matsuo/Mami Naito (Setzplatz 7) erfolgreich.

 

Blair/White halten die Fahne Europas hoch

 

Das Mixed Robert Blair/Gabrielle White holte ebenfalls erstmals den Titel bei den YONEX German Open. Der Schotte und die Engländerin hatten in diesem Jahr als einzige Europäer das Finale erreicht. Als Nummer sechs der Setzliste bezwangen sie darin nach einer Spielzeit von 53 Minuten die ungesetzte japanische Paarung Shintaro Ikeda/Reiko Shiota, die im Achtelfinale die Deutschen Vizemeister Johannes Schöttler/Sandra Marinello (1. BC Bischmisheim/1. BC Düren) ausgeschaltet hatte, mit 16:21, 21:16, 21:15. Robert Blair stand bereits im Vorjahr in Mülheim an der Ruhr im Endspiel, musste darin jedoch aufgrund einer Verletzung im ersten Satz aufgeben. 2010 trat er gemeinsam mit Imogen Bankier bei den Internationalen Badminton-Meisterschaften von Deutschland an, in diesem Jahr besiegte er sie im Halbfinale mit 21:17, 21:17. Die Schottin bildete 2011 mit Chris Adcock (England) eine Paarung. Shintaro Ikeda/Reiko Shiota hatten in der Vorschlussrunde einen 21:19, 21:17-Erfolg gegen die an Nummer drei gesetzten Thailänder Songphon Anugritayawon/Kunchala Voravichitchaikul verzeichnet.

 

DBV-Asse im Viertelfinale

 

Als erfolgreichste Vertreter des DBV erreichten die Vize-Europameisterin im Dameneinzel, Juliane Schenk, und die Deutschen Vizemeister im Herrendoppel, Michael Fuchs und Oliver Roth (1. BC Bischmisheim/PTSV Rosenheim), bei dem mit 120.000 US-Dollar dotierten Turnier das Viertelfinale. „Als Grand Prix Gold-Turnier sind die YONEX German Open diesmal extrem stark besetzt, das Niveau ist so hoch wie noch nie. Gerade auch für viele Asiaten ist es – eine Woche vor den All England Open – sehr interessant hier zu spielen“, meinte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz in der Turnierwoche. Chef-Bundestrainer Jakob Høi ergänzte: „Viele unserer Spieler haben gute Leistungen gezeigt. Man darf nicht vergessen, dass dies ein Weltklasse-Turnier ist. Die Teilnehmer hier sind sehr, sehr stark!“

 

14.000 Zuschauer von Dienstag bis Sonntag

 

Insgesamt verfolgten an den sechs Veranstaltungstagen 14.000 Sportbegeisterte das Geschehen in der RWE-Sporthalle. Damit verzeichneten die Organisatoren der YONEX German Open erneut eine Steigerung in den Besucherzahlen. Im Vorjahr wohnten rund 12.000 Fans den Internationalen Badminton-Meisterschaften von Deutschland bei. Seit das Turnier im Jahr 2005 in die Stadt am Fluss zurückkehrte, nahmen die Zuschauerzahlen in jedem Jahr zu.  

 

Positive Resonanz auf Lichtkonzept

 

Überaus gut, sowohl bei den Aktiven als auch bei den Zuschauern und bei den Fotografen, kam das neue Lichtkonzept an. Vom ersten Veranstaltungstag an wurde die Halle abgedunkelt und jedes Feld separat beleuchtet. Dies garantierte einerseits optimale Sichtverhältnisse für die Spielerinnen und Spieler und erwies sich andererseits als äußerst attraktiv für das Publikum. Genauso konnte der Einmarsch der Athletinnen und Athleten in die Halle durch die veränderten Bedingungen eindrücklich in Szene gesetzt werden, die Übertragungen auf den Großleinwänden kamen ebenfalls noch besser zur Geltung.

 

Die Halbfinal- und Finalergebnisse:

 

HE, Finale: Lin Dan (CHN/Nr. 1) – Chen Jin (CHN/Nr. 2) 21:19, 21:11 (48 Min.)

Halbfinals: Lin Dan (CHN/Nr. 1) – Boonsak Ponsana (THA/Nr. 3), Chen Jin (CHN/Nr. 2) - Park Sung Hwan (KOR/Nr. 4)

 

DE, Finale: Liu Xin (CHN/Nr. 5) – Ayane Kurihara (JPN) 21:13, 15:21, 21:9 (58 Min.)

Halbfinals: Liu Xin (CHN/Nr. 5) – Sung Ji Hyun (KOR) 21:19, 21:16, Ayane Kurihara (JPN) – Wong Mew Choo (MAS) 21:18, 21:15

 

HD, Finale: Jung Jae Sung/Lee Yong Dae (KOR/Nr. 1) – Kim Ki Jung/Kim Sa Rang (KOR) 21:19, 18:21, 21:11 (46 Min.)

Halbfinals: Jung Jae Sung/Lee Yong Dae (KOR/Nr. 1) – Koo Kien Keat/Tan Boon Heong (MAS/Nr. 3) 21:9, 21:11, Kim Ki Jung/Kim Sa Rang (KOR) – Ko Sung Hyun/Yoo Yeon Seong (KOR) 18:21, 21:15, 21:15

 

DD, Finale: Mizuki Fujii/Reika Kakiiwa (JPN/Nr. 5) Ha Jung Eun/Kim Min Jung (KOR) 21:6, 21:14 (33 Min.)

Halbfinals: Mizuki Fujii/Reika Kakiiwa (JPN/Nr. 5)Kim Ha Na/Kim Min Seo (KOR) 21:14, 21:13, Ha Jung Eun/Kim Min Jung (KOR) – Shizuka Matsuo/Mami Naito (JPN/Nr. 7) 21:17, 26:24

 

MX, Finale: Robert Blair/Gabrielle White (SCO/ENG/Nr. 6) - Shintaro Ikeda/Reiko Shiota (JPN) 16:21, 21:16, 21:15 (53 Min.)

Halbfinals: Robert Blair/Gabrielle White (SCO/ENG/Nr. 6) – Chris Adcock/Imogen Bankier (ENG/SCO) 21:17, 21:17, Shintaro Ikeda/Reiko Shiota (JPN) – Songphon Anugritayawon/Kunchala Voravichitchaikul (THA/Nr. 3) 21:19, 21:17.

 

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