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Fotos: CP.

 

 

DBV-Asse ausgeschieden

 

(04.03.2011, CP) Die erstklassig besetzten YONEX German Open werden am Samstag ohne Beteiligung deutscher Spieler/innen fortgesetzt. Als erfolgreichste Vertreter des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) schieden am Freitag die Vize-Europameisterin im Dameneinzel, Juliane Schenk (SG EBT Berlin), und die Deutschen Vizemeister im Herrendoppel, Michael Fuchs und Oliver Roth (1. BC Bischmisheim/PTSV Rosenheim), im Viertelfinale aus.

 

Die Weltranglistensiebte Juliane Schenk unterlag als Topgesetzte der an Position fünf notierten Chinesin Liu Xin mit 16:21, 17:21. Nachdem die 28 Jahre alte Sportsoldatin der Bundeswehr im Vorjahr bei dem für den DBV bedeutsamsten Turnier das Finale erreicht hatte und 2008 ins Halbfinale eingezogen war, platzte ihr Traum von einer weiteren Top-Platzierung in Mülheim an der Ruhr nach einer Spielzeit von 41 Minuten.

 

„Ich habe heute nicht das richtige Konzept gefunden. Ich hatte mich riesig auf das Spiel gefreut, das muss ich jetzt erst einmal sacken lassen. Ich habe heute nicht den besten Tag erwischt um dem Publikum zu bieten, was es verdient hat“, meinte die gebürtige Krefelderin, die in der Stadt am Fluss wohnt und am dort ansässigen Badminton-Spitzensportzentrum trainiert, enttäuscht. Der bislang letzte Turniersieg einer Athletin des DBV im Dameneinzel bei den Internationalen Badminton-Meisterschaften von Deutschland datiert aus dem Jahr 1966 (vgl. Historie). Damals holte Irmgard Gerlatzka (geb. Latz) in dieser Disziplin den Titel.

 

Insgesamt gesehen, standen bei ihrem Heimturnier zuletzt im Jahr 1975 Aktive aus Deutschland bei der Siegerehrung auf dem obersten Podest. Vor 36 Jahren gab es sogar einen Doppelerfolg: Marieluise Zizmann (geb. Wackerow) ließ sowohl im Damendoppel an der Seite von Brigitte Steden (geb. Potthoff) als auch im Mixed gemeinsam mit Wolfgang Bochow die gesamte Konkurrenz hinter sich.

 

Michael Fuchs und Oliver Roth mussten sich einen Tag nach ihrem begeisternden Auftritt gegen die an Position vier notierten Japaner Hirokatsu Hashimoto/Noriyasu Hirata den ungesetzten Koreanern Kim Ki Jung/Kim Sa Rang geschlagen geben. Vor 2.000 Zuschauern in der Mülheimer RWE-Sporthalle unterlagen die Vize-Europameister mit dem deutschen Mixed-Team ihren asiatischen Gegnern im „Match of the Day“ nach 33 Minuten mit 21:23, 11:21.

 

„Das Tempo war enorm hoch, Wir haben im ersten Satz ganz gut gespielt, aber dann haben unsere Gegner eins draufgelegt, während wir ein wenig nachgelassen haben“, sagten die DBV-Asse, die am Bundesstützpunkt der Herren in Saarbrücken auf ihr großes Ziel, die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London, hinarbeiten.

 

Kim Ki Jung/Kim Sa Rang bestreiten erst seit wenigen Monaten gemeinsam Turniere und mussten daher bei den mit 120.000 US-Dollar dotierten YONEX German Open in die Qualifikation. Mit seinem vorherigen Doppelpartner, Shin Baek Choel, wird Kim Ki Jung in der Weltrangliste noch auf Rang 14 geführt.

 

Im Herreneinzel-Wettbewerb waren am Freitag ebenso wie im Damendoppel- und im Mixed-Wettbewerb keine deutschen Spieler/innen mehr vertreten. „Als Grand Prix Gold-Turnier sind die YONEX German Open diesmal extrem stark besetzt, das Niveau ist so hoch wie noch nie. Gerade auch für viele Asiaten ist es – eine Woche vor den All England Open – sehr interessant hier zu spielen“, so DBV-Sportdirektor Martin Kranitz und hob speziell die Leistung von Michael Fuchs und Oliver Roth im Achtelfinale positiv hervor.   

 

„Ich bin eigentlich nie zufrieden, aber ich bin froh darüber und stolz darauf, was die Jungs geleistet haben. Andererseits bin ich natürlich schon sehr traurig, dass wir den Zuschauern morgen keine Spiele mit deutscher Beteiligung bieten können. Denn das hier ist eine wirklich fantastische Veranstaltung. Die Arbeit, die hier geleistet wird, die Organisation, die Atmosphäre – das ist hervorragend! Viele unserer Spieler haben hier in Mülheim gute Leistungen gezeigt. Man darf jedoch nicht vergessen, dass dies ein Weltklasse-Turnier ist. Die Teilnehmer hier sind sehr, sehr stark!“

 

 

Lesen Sie auch die Statements von Juliane Schenk und Michael Fuchs/Oliver Roth ...

 

Überaus erfreulich für die Organisatoren der YONEX German Open 2011: Am Freitag bildete sich eine lange Warteschlange vor der Kasse. Insgesamt verfolgten am Viertelfinaltag rund 2.000 Zuschauer das Geschehen in der RWE-Sporthalle. Fotos: Ronny Pabst.

 

  

7x Korea, 4x Japan

 

(04.03.2011, CP) Auch in den Halbfinals ist Korea zahlenmäßig am stärksten vertreten: An sechs der zehn Vorschlussrundenpartien sind Spielerinnen bzw. Spieler aus Korea beteiligt. In einer Halbfinal-Begegnung (Herrendoppel) stehen sich sogar zwei koreanische Duos gegenüber, so dass die Nation insgesamt noch sieben Einzelspieler bzw. Paarungen „im Rennen“ hat.

 

Zweiterfolgreichste Nation ist Japan, das vier Chancen auf den Einzug ins Finale hat: dreimal im Doppel und einmal im Einzel. China ist in drei Halbfinalspielen vertreten, ausschließlich im Einzel.

 

Jeweils zweimal sind am Finalwochenende Aktive aus Thailand, Malaysia, England und Schottland bei den YONEX German Open 2011 dabei. Fest steht schon jetzt, dass ein Endspiel unter Beteiligung europäischer Badmintonasse ausgetragen wird: In einem der beiden Halbfinalspiele des Mixed-Wettbewerbs stehen sich die schottisch-englischen bzw. englisch-schottischen Kombinationen Robert Blair/Gabrielle White und Chris Adcock/Imogen Bankier gegenüber. Interessant dabei: Im Vorjahr traten Robert Blair und Imogen Bankier gemeinsam bei den YONEX German Open an und waren ebenfalls sehr erfolgreich. Sie zogen ins Endspiel ein, in welchem sie dann aber wegen einer Verletzung bei Robert Blair im ersten Satz aufgeben mussten.

 

Die Topgesetzten sind nur noch im Herreneinzel und Herrendoppel vertreten. Bemerkenswert auch: Siebenmal schafften es ungesetzte Spieler/innen bzw. Paarungen ins Halbfinale.

 

Korea zahlenmäßig überlegen


Unter anderem im Damendoppel wurde ein rein japanisches Viertelfinale ausgetragen.

 

(04.03.2011, CP) 14 Nationen sind in den 20 Viertelfinalspielen vertreten. Dabei ist Korea mit zehn Beteiligungen die am besten vertretene Nation.

 

Es folgen Japan (8), Russland (5), Thailand und China (je 3), Deutschland, Malaysia, Schottland, England und Indonesien (je 2) sowie Polen, Singapur, die Schweiz und Taiwan (je 1).

 

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